Neophyten – Bereicherung oder Bedrohung?

Wenn alle Pflanzen so wenig Pflege bräuchten wie Neophyten wäre es eine wahre Freude. Diese, aus fremden Regionen mitgebrachten oder versehentlich eingeschleppten Pflanzen wachsen ohne grosses Zutun und sind meistens sehr robust.

Neophyten nennt man alle Pflanzen, die man seit der Entdeckung des Seeweges um Afrika (1488) und der Entdeckung Amerikas (1492) bei uns eingeführt hat und die sich bei uns etablieren konnten. Heute zählt man rund 500 bis 600 Neophyten zur Schweizer Flora. Die Mehrheit von ihnen hat sich gut in unsere Umwelt integriert und die heimische Flora bereichert. 

Leider verhalten sich einige davon in der Natur weniger freundlich. Sie breiten sich stark aus und verdrängen dabei die einheimischen Pflanzen, da sie weder Feinde noch Konkurrenten haben. Einige Arten sind sogar gesundheitsschädlich, andere können Bauten beschädigen oder Bachufer destabilisieren. Diese Problempflanzen bezeichnet man als «invasive Neophyten». Zurzeit gelten in der Schweiz insgesamt 58 Arten als nachweislich schädliche oder potenziell schädliche invasive Neophyten.

Für die Bekämpfung und Eindämmung der unerwünschten Gewächse ist es wichtig, invasive Arten frühzeitig zu erkennen. Wir empfehlen den Garten im Frühling und Sommer laufend auf Problempflanzen zu kontrollieren.

Eine Übersicht über verbotene sowie informationspflichtige Pflanzen wird von Jardin Suisse auf der Seite www.neophyten-schweiz.ch zur Verfügung gestellt. Es ist nicht immer einfach, einen Pflanzentyp korrekt zu bestimmen. Gerne beantworten wir Ihre Fragen und unterstützen Sie, falls Massnahmen zur Eindämmung der Neophyten nötig sind.

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